Spatenstich für die Fernwärme-Transportleitung der KELAG Wärme GmbH von Arnoldstein nach Villach

29.05.2017

Ab Herbst 2018 wird die KELAG Wärme GmbH die Hälfte des Bedarfes ihrer Wärmekunden in der Stadt Villach mit Abwärme aus der Müllverbrennungsanlage in Arnoldstein decken.

Günther Stückler, Geschäftsführer KELAG Wärme GmbH, Manfred Freitag, Kelag-Vorstand, Günther Albel, Bürgermeister der Stadt Villach, LR Rolf Holub, LH Peter Kaiser, LR Gerhard Köfer, Peter Weidinger, Stadtrat und Adolf Melcher, Geschäftsführer KELAG Wärme
Günther Stückler, Geschäftsführer KELAG Wärme GmbH, Manfred Freitag, Kelag-Vorstand, Günther Albel, Bürgermeister der Stadt Villach, LR Rolf Holub, LH Peter Kaiser, LR Gerhard Köfer, Peter Weidinger, Stadtrat und Adolf Melcher, Geschäftsführer KELAG Wärme
Um pro Jahr rund 100 Millionen Kilowattstunden Wärme von Arnoldstein nach Villach zu transportieren, ist der Bau einer 17 km langen Fernwärme-Transportleitung notwendig. Diese Doppelleitung (für den Vorlauf und den Rücklauf) aus Stahl hat einen Innendurchmesser von jeweils 30 cm und ist mit einem Dämmmantel versehen. In der Leitung wird Wasser mit bis zu 130 Grad Celsius und einem Druck von bis zu 25 bar von Arnoldstein nach Villach transportiert. 

Grüner, moderner, effizienter und noch sicherer
Zusätzlich errichtet die KELAG Wärme GmbH eine Ringverbindung von Warmbad nach Villach-Auen. Günther Stückler, Geschäftsführer der KELAG Wärme GmbH: „Die Wärmeeinspeisung in Villach-Warmbad und die Ringverbindung nach Villach-Auen macht unsere Fernwärme in der Draustadt noch grüner, moderner und effizienter. Außerdem gelingt es uns, die Sicherheit der Versorgung unserer Kunden in Villach noch weiter zu verbessern.“ Im Zuge dieses Projektes stellt die KELAG Wärme GmbH auch das Nahwärmesystem in der Muldensiedlung von Erdgas auf Fernwärme um.

Offizieller Spatenstich
Mit dem Spatenstich durch zahlreiche Ehrengäste wird heute in Warmbad-Villach der offizielle Baubeginn gefeiert. „Damit diese Transportleitung im Herbst 2018 in Betrieb gehen kann, bauen wir die Leitung zeitgleich in mehreren Abschnitten“, erklärt Stückler. Außerdem beginnen demnächst die Arbeiten für die Wärmeauskopplung aus dem thermischen Prozess der Müllverbrennungsanlage der KRV in Arnoldstein.

Dem Spatenstich für die Fernwärme-Transportleitung vorangegangen sind umfangreiche Vorbereitungen, sagt Adolf Melcher, Geschäftsführer der KELAG Wärme GmbH. „Vor einem halben Jahr haben wir das Projekt vorgestellt. Seither planten wir den genauen Trassenverlauf und erhielten für das Projekt alle notwendigen Genehmigungen und auch Förderzusagen. Allen Beteiligten an diesen Verfahren gilt unser Dank!“

Wichtige energiewirtschaftliche Weichenstellung
„Der Bau dieser Fernwärme-Transportleitung ist eine wichtige energiewirtschaftliche Weichenstellung in Kärnten und ein wesentlicher Beitrag für den Klimaschutz“, erklärt Manfred Freitag, Vorstand der Kelag. „Mit der Nutzung der Abwärme der Müllverbrennungsanlage für die Fernwärme Villach erreichen wir mehrere Ziele. Den Brennstoffwirkungsgrad der Müllverbrennungsanlage in Arnoldstein können wir in Zukunft auf 51 % verdoppeln. Gleichzeitig ersetzen wir den Einsatz anderer Energieträger für die Fernwärme in Villach, verbessern die Emissionsbilanz und können die Fernwärme in Villach weiter ausbauen und den Bedarf trotzdem aus grüner Wärme bereitstellen.“

Grüne Fernwärme für Villach
Die Fernwärmeversorgung in der Stadt Villach ist in den vergangenen zehn Jahren auf mehr als 100 Trassenkilometer gewachsen, rund 900 Gebäude werden versorgt. Die KELAG Wärme GmbH baute das Netz aus und konnte den Absatz auf nahezu 200 Mio. Kilowattstunden verdoppeln, das entspricht dem Bedarf von 30.000 Wohnungen. Die Fernwärme in Villach ist das größte Fernwärmesystem der KELAG Wärme GmbH, es gehört zu den Top 10 in Österreich und zählt zu den innovativsten, nachhaltigsten und am stärksten diversifizierten Fernwärmesystemen überhaupt.

Die Aufbringungsstruktur der Fernwärme Villach hat sich in dieser Zeit völlig verändert: Vor zehn Jahren wurde die Fernwärme vor allem mit Erdgas erzeugt, nur etwa 20 % der Wärme stammte aus erneuerbarer Energie. „Heute ist es umgekehrt“, betont Geschäftsführer Adolf Melcher. „Mit der Abwärme aus Arnoldstein wächst der Anteil grüner Wärme in unserem System in Villach auf 85 %, Erdgas dient nur noch als Ausfallsreserve und zur Abdeckung von Bedarfsspitzen. Unsere Kunden wollen grüne Wärme, das hat wesentlich zu unserem Wachstum in Villach beigetragen.“ 

Weitere Standbeine der grünen Fernwärmeversorgung in Villach sind zwei Biomasseanlagen, Abwärme von OMYA sowie zwei kleine Wärmequellen: Deponiegas und Solarenergie.

KELAG Wärme GmbH
Mit 83 Fernwärmenetzen und 900 Heizzentralen ist die KELAG Wärme GmbH der größte österreichweit tätige Wärmedienstleister auf Basis industrieller Abwärme und Biomasse. Das Tochterunternehmen der Kelag mit Sitz in Villach liefert an seine Kunden pro Jahr rund 1,7 Milliarden Kilowattstunden Wärme und beschäftigt rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; es verfügt über 50 Jahre Erfahrung im Wärmegeschäft.


29.05.2017
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