Grüne Wärme für grünen Rasen in der Lavanttal-Arena

27.02.2018

Eine Rasenheizung ist ein Muss für jede gehobene Sportanlage und in der Bundesliga verpflichtend. Das eingebaute Heizsystem verhindert, dass der Rasen in den Wintermonaten gefriert.

 
 
KWG heizt der Österreichischen Fußball-Bundesliga ein

Auch die „Wölfe" denken um: Ab sofort wird der Rasen der Lavanttal-Arena in Wolfsberg von der KELAG Wärme GmbH mit umweltfreundlicher Fernwärme beheizt.

„2016 haben wir uns dazu entschlossen, nach 30 Jahren unseren alten Rasen abtragen zu lassen und die von der Fußball-Bundesliga vorgeschriebene Rasenheizung in die Lavanttal-Arena in Wolfsberg einzubauen. Denn Wolfsberg ist unsere Heimat und hier wollen wir spielen. In den Wintermonaten wegen einer fehlenden Rasenheizung in andere Stadien ausweichen zu müssen, wird es nicht mehr geben", titelt damals Christian Puff, Vizepräsident des RZ Pellets WAC, in diversen Zeitungen. Gesagt, getan. Dank der nachgerüsteten Rasenheizung wird seit zwei Jahren das Spielfeld in der Lavanttal-Arena von Schnee und Frost freigehalten und ist in der Regel immer bespielbar. „Wir müssen keine Spiele mehr absagen und dürfen unsere jährlichen Bundesliga-Spiele auf heimischem Boden abhalten. Außerdem verringert die Rasenheizung die Verletzungsgefahr der Spieler, denn wenn das Feld einer Eisbahn gleicht, verliert das Spiel im Generellen an Qualität. Vor der Rasenheizung waren unsere Spiele in den Wintermonaten teilweise grenzwertig, das Spielfeld musste mit Planen abgedeckt werden", führt der Vizepräsident des RZ Pellets WAC weiter aus. Ein weiterer Profiteur der Rasenheizung ist der Greenkeeper Willy Rosenfelder, da die Rasenpflege nun um einiges erleichtert worden ist.

Neu denken: Grünen Rasen auch „grün" heizen
Während die Rasenheizung zu Beginn mit Öl betrieben wurde, haben sich der WAC und die Stadtgemeinde Wolfsberg in den letzten Jahren für eine ökologische Lösung im Stadion eingesetzt. „Dank der kurzen Bauzeit und raschen Umrüstung durch die KELAG Wärme im Spätherbst 2017 konnten wir die Bundesliga-Spiele weiterhin in der Lavanttal-Arena durchführen und die Wirtschaft der Region ankurbeln. „Ein wertvoller Antrieb für die lokale Wirtschaft in einer nicht so rosigen Zeit", so Puff.

„Wir danken für die gute Kooperation, freuen uns auf eine langjährige Zusammenarbeit und wünschen den WAC-Bundesliga-Profis viele siegreiche Spiele auf heimischen Rasen!"


Unsere Wärme kann um einiges mehr, als für warme Wohungen zu sorgen: Dank der Rasenheizung, die ab sofort von der KELAG Wärme umweltfreundlich betrieben wird, können in der Lavanttal-Arena auch im Winter Bundesliga-Spiele gekickt werden. Am Foto: Marian Trunk (Betriebsleiter KELAG Wärme), Bundesliga-Profi Christopher Wernitznig (WAC), Christian Puff (WAC-Vizepräsident), Bundesliga-Profi Michael Sollbauer (WAC), Michael Bacher (Vertriebsleiter KELAG Wärme).
 

Unterirdische Heizkörper
„Das Konstruktionsprinzip im Stadion entspricht dem einer Fußbodenheizung", erklärt Marian Trunk, der als Betriebsleiter der KELAG Wärme für eben jene Region in Kärnten verantwortlich ist. „Im Gegensatz zu dieser schafft die Rasenheizung aber keine behagliche Wohnwärme – sie ist darauf ausgelegt, das Spielfeld frostfrei zu halten. In der Regel wird die Rasenheizung einige Tage vor dem jeweiligen Spiel in Betrieb genommen."


Nur noch die Trainingsplätze werden selbst geräumt. Durch die Rasenheizung bleiben solche Arbeiten bei Bundesliga-Spielen erspart.



Funktionsweise der Anlage
Im Unterbau des Spielfelds, oberhalb der Drainage in etwa 25 Zentimetern Tiefe, wurden Kunststoffrohre verlegt, in denen das Heizungswasser zirkuliert. Unter der Rasentrageschicht befinden sich laut Puff etwa 35 Kilometer Kunststoffrohre, gefüllt mit etwa 18.000 Litern erwärmten Wasser-Glykol-Gemisch. Der Einbau der Rohre erfolgte weit genug unterhalb der Wurzeltiefe, sodass die Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten nicht beeinträchtigt werden. Entscheidend beim Betrieb einer Rasenheizung sind die gleichmäßige Wärmeverteilung und deren Regelbarkeit. Es läuft alles vollautomatisch, die Sensoren erfassen die Wurzel- und Oberflächentemperaturen und vermeiden, dass der Rasen, der sich eigentlich in der Winterruhe befindet, durch Überhitzung geschädigt wird. Mit einer zentralen Steuerungsanlage wird die Wärme des Stadionrasens exakt geregelt. 
 

30 Jahre Fernwärme in Wolfsberg
„Seit über 30 Jahren investieren wir in unser Fernwärmenetz im Lavanttal, sodass es inzwischen das drittgrößte Netz der KELAG GmbH in Kärnten ist", berichtet Michael Bacher, Vertriebsleiter Kärntens. Über ein 35 Kilometer langes Fernwärmeleitungssystem werden bereits über 400 Kunden in Wolfsberg mit Wärme versorgt. „Wir liefern unseren Kunden jährlich über 50 Millionen Kilowattstunden, produziert wird die Wärme über die Abwärme der Frantschacher Papierfabrik Mondi", führt Bacher weiter aus. Das Fußballstadion des WAC ist das jüngste Anschlussobjekt. Aufgrund eines Reconstructing-Projekts der Wohnbaugenossenschaft „Neue Heimat" in Schwemmtratten und der geplanten Sanierung am Hohen Platz durch die Stadtgemeinde Wolfsberg stehen aktuell auch weitere Ausbauten bevor.

 

KELAG Wärme GmbH


27.02.2018
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